Das ! Raketen Modell ! besteht primär aus folgenden Bestandteilen :
Das Körperrohr
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dieses besteht meißt aus Pappe, Pertinax (ein mit Kunstharz getränkter Karton) oder auch aus GFK bzw. CFK. Alles was wir einbauen, muss in diesem Zylinder in der richtigen Reihenfolge untergebracht werden. Das kann je nach Modell ein leichte oder aber schwierige Aufgabe werden. Erstaunlich wie beispielsweise die Leistung (erreichbare Höhe bei gleicher Motorleistung) abnimmt wenn der Durchmesser wächst. Hier spielt die Oberflächenreibung offenbar eine nicht unerhebliche Rolle. Für die in Deutschland zugelassenen Motoren, empfiehlt es sich, Körperrohre mit einem Durchmesser bis zu max. 60mm zu verwenden. Die besten Ergebnisse werden mit 24mm bis 40mm Durchmessern erzielt, wie Sie von der Firma Noris Modellraketen oder aber auch von der Firma ESTES vertrieben werden. Das Startgewicht behalten wir ohnehin ständig im Auge, ein D-Motor schafft gerade noch eine Rakete mit 60mm Durchmesser und ~200 - 230gr. auf Höhe. Liegen wir darüber, schlägt das Modell wieder auf dem Boden auf, bevor das Rettungssystem ausgeworfen werden kann. Ein optimales Verhältnis der Länge der Rakete, zum Durchmesser ist mir nicht bekannt. Solange wie der Abstand zwischen Druck- und Schwerpunkt (auf den ich im Abschnitt Fins noch eingehen werde) stimmt, wird unser Modell mehr oder weniger hoch fliegen.
Extreme Modellkonfigurationen wie besonders "lang und dünn" oder besonders "kurz und dick" haben demnach Ihre Tücken. Der Fantasie sind aber wie so oft kaum Grenzen gesetzt. So wurden auch schon kugelförmige Sputniks, oder Pyramiden in die Luft geschossen. Auch Raketen mit einer Supermannfigur auf der Spitze, oder Plastik Kakteen haben schon den Erdball zu einem kurzen Flug verlassen. Im übrigen kann als Ausgangsmaterial auch eine Küchenrolle oder Klorolle verwendet werden, was ich persönlich aber abscheulich finde, da die Oberflächenqualität und Stabilität des Materials einem Projektil unwürdig ist.
Pappe als Baumaterial ist ausreichend thermisch beständig, selbst nach einem Dutzend Starts zeigt sich das dünne Material unbeeindruckt und stinkt nur etwas schweflig vor sich hin. Es ist eben nur empfindlich auf direkte Flammeinwirkung, und Dies ist bei unseren Modellen praktisch nicht der Fall. Das Material der Anbieter ist qualitativ wesentlich höherwertig und auch nicht astronomisch teuer. Wegen der Hitze des Raketenmotors sind Thermoplaste, also alle Kunststoffe die unter Hitzeeinwirkung weich werden, ungeeignet.
Die farbliche Gestaltung und Oberflächenversiegelung orientiert sich an den Fähigkeiten und der Bereitschaft Zeit aufzuwenden. Grundsätzlich steht ein breites Spektrum der Oberflächenbehandlung zur Verfügung. Grundierung und Lack aus Spraydosen ist schnell und leicht aufgebracht. Das Ergebnis erfüllt aber nur die Ansprüche der einfachen Gemüter. Bügelfolie aus dem Modellflughandel ist auch sehr gut zu verarbeiten und das Ergebnis wirkt meißt professioneller, leider kostet hier ein Meter ungefähr 15,- DM, dies reicht dann aber für vieeele Raketen. Menschen mit viel Zeit und Geschick verwenden 49 g/dm² GFK Gewebe und haben dafür am Ende eine perfekte Oberfläche, die aber auch ein wenig mehr Gewicht mit sich bringt.
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Der Kupplungsadapter
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dieser Pappzylinder ermöglicht, dass die Rakete sich an einer von uns bestimmten Stelle in zwei Hälften trennen kann, um das Rettungssystem auszuwerfen. Ich verklebe diesen gewöhnlich mit dem unteren Teil der Rakete, da er auch gleichzeitig damit die Abmessungen definiert, aus denen unser Fallschirm oder Strömer ausgeworfen wird. Auf das überstehende Teil des Kupplungsadapters kann der obere Teil der Rakete geschoben werden. Er sollte ausreichend weit in die Rakete reichen und wenigstens die Länge des einfachen Durchmesser über die Trennstelle überstehen, besser 2x um Ober- und Unterteil der Rakete sicher miteinander zu verbinden. Am unteren Ende des Kupplungsadapters, ist ein kurzer Pappzylinder mit etwas dickerer Wandung eingeklebt der verhindern soll, dass beim Startimpuls, der je nach Modell weit über dem 10-fachen der Erdbeschleunigung liegen kann, unsere Schutzwatte bzw. ein Druckkolben samt Rettungssystem nach unten rutscht. Eine Schwerpunktverschiebung wäre die Folge und damit der Verlust an Flugstabilität.
Alternativ besteht die Möglichkeit ganz auf diesen Adapter zu verzichten und stattdessen die Spitze abwerfen zu lassen, was auch besonders bei kleineren Modellen häufig gemacht wird. Dann fällt natürlich der obere Druckspant im oberen Teil der Rakete weg (das Körperrohr besteht dann ja nur noch aus einem Teil), übrig bleibt aber der kurze Pappzylinder, der im Körperrohr eingeklebt wird, um das Verrutschen der Ladung zu verhindern.
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Die Motorhalterung
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Diese besteht ebenfalls aus einem Papprohr, welches die eigentliche Funktion einer Hülse zur Motoraufnahme übernimmt. Sie hat einen Innendurchmessers der dem Aussendurchmesser unseres Motors identisch ist und an den Enden wird jeweils ein Rundspant mit dem Aussendurchmesser, der dem Innendurchmessers unseres Körperrohres entspricht, aufgeschoben und aufgeklebt. Unser Motor schiebt nun das Modell mit Macht in Richtung der Sterne. Mit einem eingeklebten, kurzen Pappzylinder im inneren, oberen Ende der Motorhalterung, halten wir unseren Motor davon ab, nach dem Zünden, einmal durch unser Körperrohr zu schießen. Denselben Zweck erfüllt eine schmale, L-förmig ähnlich abgewinkelte Metallklammer, dessen kurzer Schenkel in das Papprohr hineinragt, wie Ihn die Firma NORIS Modellraketen vertreibt. Weiterhin müssen wir verhindern, dass der Motor nach hinten herrausrutschen kann. Dieses würde spätestens in dem Moment passieren in dem die Auswurfladung zündet. Fast alle Motoren besitzen diese sogenannte Auswurfladung, die aus einer geringen Menge Schwarzpulver besteht, und die nach dem abrennen des Treibmittels und dem abrennen der Verzögerungsladung gezündet wird. Während der Zeit in der die Verzögerungsladung verbrennt, übrigens ohne dabei Schub, sondern nur Rauch zu erzeugen, fliegt das Modell antriebslos. Das Zünden der Auswurfladung hat dann den Sinn im Körperrohr einen Überdruck aufzubauen und damit die Raketenspitze oder das Körperrohr zu trennen, um das Rettungssystem auszuwerfen. Spätestens jetzt würde sich unser Motor selber auswerfen, wie die Kugel aus einer Kanone. Auch hier bewährt sich die abgewinkelte Metallmotorhalterung, (im übrigen eines der 3 Metallteile, die beiden anderen sind ein Schlüsselring und ein Schraube mit Öse), die somit zwei wichtige Aufgaben erfüllt. Sie wird aussen auf das Papprohr der Motorhalterung aufgeklebt und gegen das Abreissen mit einem Pappring gesichert. Ich verwende zur Erhöhung der Sicherheit, häufig 2 dieser Metallteile, falls Eines doch mal unter der Hitzeinwirkung des Flammstrahls verglühen sollte.
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| Die Schutzwatte
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die Schutzwatte schützt, wie der Name sagt, unser Rettungssystem und das Schockband, vor der Hitzeeinwirkung der Auswurfladung UND ermöglicht erst den Überdruck aufzubauen, der notwendig ist um unsere Rakete zu teilen. Er ist es nämlich, der wie einen Kanonenkugel aus unserem Rohr gepresst wird und alles was vor Ihm liegt mit rausschiebt. Da er im Regelfall nicht mehrfach verwendet wird, (man findet Ihn nur selten wieder) sollten wir auf jeden Fall umweltverträgliches und natürlich NICHT brennbares Material dafür einsetzen.
Bei kleineren Modell eignet sich sogar frisch ausgerissenes Gras was in das Körperrohr gestopft wird. Man kann aber auch auf käufliche Ware zurückgreifen wie z.B. NOMEX. Ein synthetisches, unbrennbares und teures Gewebe was man am Besten doch irgendwie mit dem Modell verbindet um es wiederzuverwenden. Ich verwende graue Mineralwolle ! wie es Sie in jedem gut sortierten Baumarkt gibt. Auf keinen Fall die gelbe Glaswolle nehmen ! !. Sie piekt abscheulich und wird biologisch nicht abgebaut, belastet also die Natur und das wollen wir auf jeden Fall vermeiden.
Der Schutzpfropfen sollte NICHT zu fest im Körperrohr klemmen, ansonsten rutscht er nur wenige Millimeter vor und unsere Rakete wird ohne geöffneten Schirm zur Erde zurückkehren, die Dicke sollte in etwa dem einfachen Durchmesser des Modells entsprechen. Da er nur durch den entstehenden Überdruck ausgeworfen wird, darf zwischen der Motorhalterung und dem Schutzpropfen natürlich KEINE Öffnung (z.B. ein offenes Fenster für die PlayMobil Astronauten) im Körperrohr sein. Der Druck würde sonst entweichen und nicht unsere Rakete trennen.
Einige Tüftler setzen sich auch in das Körperrohr einen Propfen aus Stahlwolle. Die Stahlwolle kühlt das heiße Gas beim zünden er Ausstossladung und schützt damit die empfindlichen Teile unserer Rakete. Der Pfropfen selber verbleibt aber immer im Modell. Selbst größere AeroTech Modelle verwenden diese Methode. Auch Scheiben, mit Löchern in unterschiedlichen Durchmesser, werden übereinander liegend und gegeneinander verdreht, (sodas keine Löcher direkt übereinander liegen), in kurzen Abständen im Körperrohr angeordnet, dienen dem einen Zweck : Die heißen Gase abkühlen, somit das Rettungssystem zu schützen und dennoch zuzulassen das der Überdruck die Rakete teilen.
Mein persönlich erfolgreichstes Verfahren ist es, einen Druckkolben herzustellen. Das ganze sieht wie eine kleine Tonne aus, die im Kupplungsadapter bzw. im Körperrohr gleitet. Am unteren Ende, muss ein feuerfestes Schockband (z.B. aus GFK oder CFK) befestigt sein, welches mit der Motorhalterung verbunden wird und am oberen Ende ebenfalls ein Schockband (nicht mehr zwingend feuerfest), welches mit dem oberen Teil und dem Rettungssystem verbunden wird. Die Herstellung erfordert vielleicht etwas Übung aber die Vorteile liegen auf der Hand.
- nichts verschmutzt die Umwelt
- unser Rettungssystem wird zuverlässig vor Hitzeeinwirkung geschützt
- kein Verklemmen oder zu lasch gestopfter Propfen
- wiederverwendbar
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Die Fins
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meißt am hinteren Ende der Rakete, halbwegs symmetrisch und parallel zur Längsachse angeordnet. Ebenfalls aus Karton, Kunstoff, Balsa, Sperrholz oder GFK. Die Fins haben sicher auch die Aufgabe optische Ansprüche zu befriedigen, primär dienen sie aber selbstverständlich der Stabilisierung des Fluges und dies je nach Größe und Anordnung mehr oder weniger gut. Das hier komplizierte mathematische Formeln (die wir ausnahmsweise einmal nicht zwingend selber beherschen müssen) eine wichtige Rollen spielen, dürfte vermutlich jedem klar sein. Zusammenhänge zwischen Länge, Durchmesser, Geschwindigkeit, Schwerpunkt der Rakete und dem Flächeninhalt der Fins müssen betrachtet werden. Die Form der Fins spielt aber tatsächlich eine untergeordnete Rolle, hier sind der Experimentierfreudigkeit kaum Grenzen gesetzt. Bei kleineren Modellen genügt ein Aufkleben der, sinnigerweise bereits mit Finish versehenen, Fins mit mittelviskosem Sekundenkleber. Es erhöht aber beträchtlich die Lebensdauer, wenn mit einem wirklich scharfen Bastelmesser Schlitze in das Papprohr geschnitten werden. Die Fins können dann durch diese Schlitze gesteckt werden, und somit auch aussen auf der Motorenhalterung mitverklebt werden.
NOTE : Größere Fins am Heck verschieben den aerodynamischen Druckpunkt in Richtung Heck und verbessern die Flugstabilität. Fins im oberen Bereich der Rakete verschieben erwartungsgemäß den Druckpunkt nach vorne. Um den notwendigen Abstand zwischen Druckpunkt und Schwerpunkt hinzubekommen, müssen wir auf die vorderen Fins entweder verzichten, diese kleiner machen, oder in der Spitze aufballastieren. Dadurch bringen wir den Schwerpunkt ebenfalls weiter nach vorn und vergrößern wieder den Abstand zum Druckpunkt, der wenigstens einen Durchmesser HINTER dem Schwerpunktliegen muss. |
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| Das Schockband
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Das Schockband auf unserer Grafik muss thermisch belastbar und sollte etwas elastisch sein. Obwohl bei schlichten Modellen am Anfang für ein paar Starts ein Hosengummi reicht, empfehle ich doch andere Materialien. Werden Modelle wie auf der Grafik gebaut, kann aus dem Lenkdrachenbedarf, ungefähr 6mm breites, geflochtenes Kantenverstärkungsband eingesetzt werden. Den gleichen Zweck erfüllen auch gute Schnürsenkel, die praktisch genauso aussehen, (die braucht man aber i.d.R. selber). Wer es besonders gut meint oder wer Modelle mit Druckkolben baut kann auch gleich zu GFK Bändern greifen. Die Firma R & G Faserverbundwerkstoffe ist ein Schlaraffenland für den Freak. Hier gibt es alles, um Jeder noch so brutalen Belastung zu trotzen. Beim Einsatz eines Druckkolbens muss der untere Teil des Schockbandes die gesamte Hitzeeinwirkung der Auststossladung verkraften. Da GFK bei Hitzeinwirkung an Zugfestigkeit einbüsst, sollte hier ausreichend dimensioniert werden. Glasgewebeband mit 220 gr/m2 (pro QUADRATMETER wohlgemerkt !) und 20 mm breit, lächelt über die auftretenden Belastungen. Wers aber gerne noch herber mag, nimmt stattdessen CFK Schlauch. Wenn dann etwas schiefgeht, kommt garantiert der Schlauch unbeschädigt zurück.
Der Öffnungsruck ist beachtlich und wird oft unterschätzt. Deshalb gilt hier zwei Regeln :
1.) Sorgfältig mit dem unteren Körperrohr verkleben 2.) Lieber etwas Länger lassen
Wenns hineinpasst, kann das doppelte bis dreifache der Raketenlänge verwendet werden, noch länger schad auch nix, es vermindert eher das Risiko eines Schockband Risses. Im oberen Drittel des Schockbandes wird ein kleiner Schlüsselring geknotet an dem später der Fallschirm eingehakt wird. Im oberen Drittel deshalb, damit auch die Teile der Rakete beim Abstieg nicht gegeneinander schlagen
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| Das Rettungssystem
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Dieses wird in den meißten Fällen pyrotechnisch unterstützt ausgeworfen. Wie dies vor sich geht wird ausführlich im Abschnitt Schutzwatte beschrieben. Als Rettungssystem haben sich natürlich Fallschirme aber auch Strömer weit verbreitet. Strömer sind leichte und lange aufgerollte Flatterbänder, die den Fall der Rakete bremsen. Sinnigerweise aus weithin leuchtenden Farben, um den Abstieg des Modells besser verfolgen zu können, mehrere verschiedenfarbige Bänder aus Drachenstoff sind optisch nett anzusehen.
Fallschirme sind, wenn man keine allzu großen Ansprüche hat, leicht und preiswert herzustellen. Aus jeder Plastiktüte kann ein Kreis ausgeschnitten werden. Diesen unterteilt man mit einem Filzer und einem Lineal wie bei einer Torte in 8 gleich große Segmente und schneidet ein Loch in die Mitte damit unser Modell nicht so taumelt. Mit selbstklebenden Lochverstärkern aus dem Schreibwarenhandel klebt man dann gleichlange Schnüre drauf, knotet die Enden zusammen und schon hat man einen einfachen funktionstüchtigen Schirm. Wer größere Ansprüche stellt, sollte sich meine Anleitung zur Herstellung professionell wirkender Schirme aus Drachenstoff auf der Fallschirm Seite in Ruhe durchlesen.
Ein Modell mit 150 gr. Abfluggewicht kehrt auf jeden Fall unbeschadet an einem Schirm mit 30cm Durchmesser zur Erde zurück. Bei dem geringen Gewicht ist das Bruchrisiko ohnehin ausgesprochen gering. Bei größeren Modellen sollte ein "Software Descent Calculator" zum Einsatz kommen, der den Schirm ausreichend dimensioniert, um die Sinkrate bei ~ 3 m/s einzustellen. Das Rettungssystem, egal ob Strömer oder Schirm, wird dann mit einem ausreichend kräftig dimensionierten Wirbel, an dem Schlüsselring, der an das Schockband geknotet wurde, befestigt. Damit kann die Rakete am Rettungssystem sicher zur Erde zurückkehren, ohne das alle Leinen verdrillen.
Im übrigen ist es für den geschickten Bastler natürlich auch möglich die Rakete in mehreren Einzelteilen an mehreren Schirmen zur Erde zurückkehren zu lassen. Das Tracking (verfolgen der Rakete) wird aber schwerer, weil mehrere "Ziele" im Auge behalten werden müssen.
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| Die Druckspanten |
erfüllen zwei unterschiedliche Zwecke. Zum Einen benötigen wir Sie für die Motorhalterung. Zum anderen verhindert solch ein Spant, dass das Rettungssystem in das Körperrohr beim Zünden der Auswurfladung geschoben wird. Eine Öffnung des Schirms ist dann nicht möglich und unser Modell wird zur Erde in zwei Teilen zurückfallen. Bei Modellen mit größerem Durchmesser kann man solche Spanten auch im Körperrohr als Ringe zur Erhöhung der statischen Stabilität verbauen.
Die Spanten können ebenfalls aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt werden. Sicher reicht in vielen Fällen stabiler Karton. Aus statischen Gründen verwende ich aber vorzugsweise ein selbst angefertigtes Sandwich aus 2 x 0,6mm Sperrholz mit 3mm Balsa dazwischen, (hatte ich erwähnt, dass ich Modellbauer bin ;-)). Die Lagen werden mit Epoxy, Maserung jeweils um 90° verdreht, verklebt, Weißleim tut es aber auch und zwischen zwei Glasscheiben bis zum Aushärten verpresst. Aus diesen stabilen aber leichten Platten (das Epoxy auf das Sperrholz auftragen, da es weniger saugt), kann jede Größe und auch Ringe mit schmalen Stegen gesägt werden. Da durch das Arbeiten mit einem Zirkel der Mittelpunkt gut sichtbar ist kann son ein Spant mit einer M3 Schraube und Mutter verschraubt in die Bohrmaschine eingespannt und auf ein passendes Maß geschliffen werden. Die Kante, die mit der Rumpinnenwand die Klebenaht bildet, ist 4,2 mm stark. Beim herrausreißen wird als eher das Körperrohr nachgeben. Sollte es dazu gekommen sein, ist es aber sowieso egal.
Wie bekommt man aber den Kleber in das Körperrohr, gleichmäßig an die Stelle, an der der Spant sitzen soll ?. Man schneidet sich einen langen ca.1cm breiten Spachtel aus einem Rest 2mm Balsa. Ihr markiert auf dem Spachtel die Tiefe in der der Spant sitzen soll mit einem Strich. Jetzt trägt man immer etwas Weißleim auf das Ende des Spachtels, führt diesen bis zur Markierung in das Körperrohr und schmiert den Kleber an die Innenseite. Das ganze einmal rum, SPant in das Rohr schieben und mit demselben Spachtel kann man einen rechtwinkligen Sitz im Rohr herbeiführen.
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Die Spitze
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an Materialeinsatz ist hier so ziemlich alles erlaubt. Pappe, Balsa, ABS, GFK, Styrodur, Ü-Eier ..... Metall ist nicht gestattet und verstösst auch gegen einen weltweit geltenden Sicherheitskodex, dies Bedarf eigentlich keiner weiteren Erläuterung deshalb hierzu nur ein Satz : Wir wollen ja hoch und das Modell kommt i.d.R. auch wieder "mehr oder weniger schnell" runter ;-)
Als Modellbauer bevorzuge ich schichtverleimtes Balsa. Schichtverleimt deshalb, da die Klebenaht die optische Kontrolle der Symmetrie unterstüzt. Das Material ist wunderbar leicht zu bearbeiten, (VORSICHT : man schneidet auch schnell zu viel ab). Ein weiterer Vorteil von Balsa ist, dass wir unsere Öse zur Schockbandbefestigung leicht hineinschrauben können. Muss zum Erreichen des richtigen Schwerpunktes in der Spitze aufballastiert werden, lassen sich in Bohrungen zusätzliche Gewichte beispielsweise aus dem Anglerbedarf auch wunderbar festkleben. Als ein Nachteil ist lediglich die etwas zeitraubende Oberflächenbehandlung, die aber bei anderen Materialien nicht weniger ins Gewicht fällt, wenn man eine Oberfläche anstrebt auf der sich jede Fliege das Genick bricht.
Welche Form soll Sie aber nun erhalten, die Krönung unseres Modells. Luft und Raumfahrttechnik Studenten dürfen mir gerne ausführliche Herleitungen schicken, warum die eine oder andere Form besser ist. Für unser Modelle gilt : Schön ist was gefällt. Kegel, Elliptisch, Halbkugel, Ogive und alles was dazwischen liegt. Tatsächlich würde ein Modell auch mit einer Platte am oberen Ende fliegen, aerodynamisch wäre dies absoluter Frevel. In den USA gibt es Wettbewerbe, wo eine echte BOWLING Kugel als Spitze verwendet wird. Entsprechender Schub am entgegengesetzten Ende der Rakete befördert tatsächlich so ziemlich alles nach oben. Wie Hoch ?, das hängt aber nicht unerheblich von der Form der Spitze ab. |
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| Der Raketenantrieb. |
Die Motoren werden mit Buchstaben klassifiziert, wobei A den schächsten Antrieb definiert für Mini-Raketchen bis hin zum P- oder R- Monster-Motor für zentnerschwere Modellraketen. Jeder Folgebuchstabe stellt eine Verdoppelung des Schubimpulses zum vorhergehenden Buchstaben dar. Wobei ich persönlich aber A und B Motoren nicht für Modelle verwende, da man mit diesem Motoren sein Modell auch gleich hochwerfen kann, was ungefähr denselben Effekt hat. Mein Lieblingsantrieb ist der D7-3 Motor mit 24mm Durchmesser und seinen 20N Schubimpuls, sowohl einzeln als auch im Cluster (gebündelt), gleiches gilt auch für den C6-3 der nur 18 mm schlank ist und mit seinen 10N Schubimpuls halb so stark wie sein dicker Kumpel. Leider ist in Deutschland die Auswahl der Motoren aufgrund gesetzlicher Bestimmungen arg eingegrenzt. Dennoch sind mit den erlaubten Mitteln durchaus ansprechende Leistungen möglich. Die Stirnbrenner Motoren der Firma Sachsenfeuerwerk, hergestellt zur einmaligen Verwendung, sind leicht einzusetzen. Sie vereinen alle Bestandteile des Raketenantriebes : Graphitdüse, Treibstoffladung, Verzögerungsladung, Ausstossladung alles umgeben von der äußeren Motorwandung aus Pappe. Das Schwarzpulver was in diesen Antrieben verbrannt wird, wird mittels präziser Computergesteuerter Hochdruckpressen in den Pappmantel hochverdichtet und liefert uns nach Anzündung mittels einer Lunte oder besser eines Elektrozünders, den gewollten Schub. Entsprechende Schubdiagramme über die Zeit der Brenndauer ( meißt ~1 -> ~2 sek.) vermitteln einen Eindruck von der Kraftentfaltung. Eine ungewollte Fehlanzündung, womöglich durch starkes äußeres aufhitzen ist nicht möglich bzw. nur bei allergröbstem verantwortungslosem Missbrauch herbeizuführen. Ich verweise auf meiner Linkliste auf Seiten verschiedener Gleichgesinnter, Vereine und auch Interessengemeinschaften, die im übrigen diese rechtlich extrem limitierte Seite erschöpfend betrachten. Ich persönlich kann mir eine kontrollierte Verwendung wesentlich stärkerer Motoren im Rahmen eines Vereines, wie an vielen Plätzen dieser Welt (USA, Niederlande, Italien, Schweiz u.a.) bereits völlig normal, sehr gut vorstellen. Das Gefährdungspotential was von größeren Modellen ausgeht, halte ich tatsächlich für geringer, als die Behörder offensichtlich annehmen. Die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften natürlich vorausgesetzt.
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| Die Startrampe. |
Explanation coming a.s.a.p.
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NOTE : Vom Versuch, Antriebe selber herzustellen, rate ich dringends ab ! ! !. Auch die Modifikation von Antrieben muss unbedingt unterlassen werden, das gilt auch für Silvester Reste. Unfälle mit schlimmsten Folgen (Verlust von Gliedmaßen, schwere Verbrennungen oder Verlust des Augenlichts) für den leichtsinnigen Hobbychemiker wären die schreckliche Konsequenz eines Fehlers. Darüberhinaus ist eigene Herstellung bzw. die Modifikation von Antrieben per Gesetz verboten, ein Verstoss wird als Straftat geahndet. Als Resultat eines schrecklichen Unfalles würde anschließend sicher die Verwendung völlig verboten werden, was nicht im Interesse des Modellbaus wäre. Es gilt : Die in Deutschland von dem Bundesamt für Materialprüfung zugelassenen Antriebe der Firma Sachsenfeuerwerk bzw. die leider in Deutschland nicht zugelassenen aber stärkeren Motoren der amerikanischen Hersteller ESTES oder AEROTECH Rocketry, sind millionenfach bewährt, absolut zuverlässig und bei sachgerechter Verwendung 100% sicher und befriedigen garantiert alle Ansprüche.
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Die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland zum Erwerb und zur Verwendung pyrotechnischer Erzeugnisse sind sehr streng. Ich möchte mich dazu in keinen ausführlichen Kommentare ergehen. Dies kann jeder Interessierte auf den bekannten Seiten zur Genüge nachlesen wie z.B. auf Modellraketen.de. Ich persönlich würde mir einen etwas moderateren Umgang wünschen der mehr auf Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen setzt.
Um einer schwierigen Diskussion vorzubeugen : Nein, ich betreibe keineswegs durch den Nachbau von militärischen Erzeugnissen, verherrlich von Kriegsgerät, es liegt wohl eher in der Natur der Sache, das Waffen einen besonderen Reiz ausüben können. Dennoch möchte ich betonen, dass es vielmehr die Saturn Mondraketen von Wernher von Braun und DIE Mondrakete aus den Comic Abenteuern von Tim & Struppi waren, die meine Leidenschaft schon als Jungendlicher entzündet hatten. Ansonsten geht es hier um MODELLBAU. Keines der Modelle ist nur ansatzsweise imstande ernsten Schaden anzurichten. Wenn es Raketen nicht gäbe würde ich Sie erfinden. Der Kontext, in dem ich Modellraketen darstelle, gibt keinen Anlass zur Ächtung. Wie auch bei Flugzeugen, besitzt für mich das Fluggerät und die Fähigkeiten die damit verbunden sind, die Ausstrahlung, NICHT die Aufgabe für die es unter Umständen entworfen wurde, (es gibt reichlich zivile Raketen). Hier steht das Modell im Mittelpunkt welches keinesfalls als Glorifizierung von etwas Kriegerischem angesehen werden soll, sondern als Ausdruck modellbauerischer Fähigkeiten und als Kompression physikalisch-aerodynamisch-chemischen Fachwissens verstanden werden möchte. Wer etwas anderes hinein interpretieren möchte, kann das von mir aus tun. Seit Menschengedenken wurde beinahe jedes Ding was im zivilen Leben Verwendung gefunden hat, bedauerlicherweise für kriegerische Zwecke mißbraucht. Ohne Raketen würden die Menschheit viel weniger über sich wissen !. Grundsätzlich : ich lehne die Verherrlichung von Gewalt, (wie beispielsweise in sinnlosen PC Spielen) ab und distanziere mich in aller Deutlichkeit von rechtem Gedankengut.
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